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Mitsubishi Pajero kehrt als echter Geländewagen zurück

Mitsubishi belebt den Pajero neu: Der große SUV setzt wieder auf Leiterrahmen, sieben Sitze und Super Select 4WD-II. Je nach Markt könnten auch die Namen Shogun und Montero zurückkommen.

Neuer Mitsubishi Pajero als großer siebensitziger Geländewagen auf unbefestigter Bergstraße
Image: AutoScout24 Model Catalog

Mitsubishi bringt den Pajero zurück

Mitsubishi hat den neuen Pajero vorgestellt und damit einen der bekanntesten Namen der Marke zurück in die große SUV-Klasse gebracht. Das Modell soll je nach Markt unter unterschiedlichen Bezeichnungen antreten: Pajero bleibt die zentrale Modellidentität, während in bestimmten Regionen auch die Namen Shogun und Montero wieder eine Rolle spielen dürften. Genau diese Namensfrage ist noch nicht überall abschließend geklärt, denn Mitsubishi nutzt die Modellbezeichnungen traditionell regional unterschiedlich.

Wichtiger als das Emblem ist jedoch die technische Ausrichtung. Der neue Pajero ist kein weichgespülter Crossover mit Offroad-Dekor, sondern setzt wieder auf eine klassische Geländewagen-Architektur. Genannt werden ein Leiterrahmen, sieben Sitzplätze und Mitsubishis Allradsystem Super Select 4WD-II. Damit zielt das Modell klar auf Käufer, die einen großen SUV nicht nur wegen der Sitzhöhe oder des Designs suchen, sondern wegen Zugkraft, Robustheit und echter Geländetauglichkeit.

Leiterrahmen statt Crossover-Plattform

Mitsubishi Pajero Geländewagen
3.8 V6-24V Instyle Image: AutoScout24 Model Catalog

Die Rückkehr zum Leiterrahmen ist die wichtigste technische Aussage dieses Modells. Während viele moderne SUV auf selbsttragenden Karosserien basieren, bleibt der Leiterrahmen bei schweren Geländewagen und Arbeitstieren relevant. Er bietet Vorteile bei hoher Belastung, im Anhängerbetrieb und beim Fahren auf schlechten Pisten. Genau in diesem Umfeld hat sich der Pajero über Jahrzehnte seinen Ruf erarbeitet.

Für Käufer bedeutet das: Der neue Pajero dürfte weniger als sportlich abgestimmter Asphalt-SUV gedacht sein, sondern als belastbares Reisefahrzeug mit Nutzwert. Das macht ihn besonders interessant für Familien mit Outdoor-Fokus, Fahrer in ländlichen Regionen, Camper, Bootsbesitzer und alle, die regelmäßig Anhänger bewegen oder abseits befestigter Straßen unterwegs sind.

Gleichzeitig bringt diese Bauweise auch typische Kompromisse mit sich. Leiterrahmen-Fahrzeuge sind meist schwerer als vergleichbare Crossover, können beim Verbrauch im Nachteil sein und fühlen sich auf der Straße nicht immer so leichtfüßig an wie SUV mit Pkw-Plattform. Ob Mitsubishi diese Punkte mit Fahrwerksabstimmung, Dämmung und Assistenzsystemen überzeugend löst, wird erst ein Fahrtest zeigen.

Super Select 4WD-II bleibt ein Kernargument

Mitsubishi Pajero Geländewagen
3.2 DID Inform Image: AutoScout24 Model Catalog

Ein weiterer zentraler Punkt ist Super Select 4WD-II. Das System gehört seit Jahren zu den wichtigsten technischen Merkmalen großer Mitsubishi-Allradmodelle. Der Vorteil liegt in der Vielseitigkeit: Je nach Auslegung kann der Fahrer zwischen verschiedenen Antriebsmodi wählen und das Fahrzeug damit an Straße, Nässe, Schnee, Schotter oder Gelände anpassen.

Für Enthusiasten ist das ein entscheidendes Signal. Der neue Pajero will nicht nur optisch an die bekannten Vorgänger erinnern, sondern knüpft an deren technische Rolle an. In einer Zeit, in der viele SUV zwar robust aussehen, aber kaum mehr Geländetechnik bieten als ein normaler Pkw, ist das ein klarer Unterschied.

Damit positioniert sich Mitsubishi gegen etablierte Modelle wie den Toyota Land Cruiser. Auch der Land Cruiser setzt auf Langlebigkeit, Geländekompetenz und einen Ruf als weltweites Arbeitstier. Der Pajero dürfte deshalb nicht nur über Design und Ausstattung verkauft werden, sondern über Vertrauen in Technik, Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit unter harten Bedingungen.

Sieben Sitze und großes Digitalcockpit

Der neue Pajero wird als Siebensitzer beschrieben. Das passt zur Rolle als großer Familien- und Reise-SUV. Für viele Märkte ist diese Konfiguration wichtig, weil sie den Wagen als Alternative zu Vans, großen Crossovern und klassischen Offroadern positioniert. Entscheidend wird sein, wie nutzbar die dritte Sitzreihe tatsächlich ist. Bei großen Leiterrahmen-SUV reicht das Spektrum von kindertauglichen Zusatzplätzen bis zu ernsthaft nutzbaren Sitzen für Erwachsene auf kürzeren Strecken.

Im Innenraum setzt Mitsubishi offenbar deutlich stärker auf moderne Digitaltechnik als bei früheren Pajero-Generationen. Genannt werden zwei 14,3 Zoll große Bildschirme. Damit dürfte der neue Pajero ein breit angelegtes digitales Cockpit erhalten, vermutlich mit einem Fahrerdisplay und einem zentralen Infotainmentbildschirm.

Das ist mehr als nur ein Komfortdetail. Käufer großer SUV erwarten heute robuste Mechanik und moderne Bedienung gleichzeitig. Navigation, Kamerasysteme, Smartphone-Einbindung, Fahrassistenz und Offroad-Anzeigen sind in dieser Klasse wichtige Verkaufsargumente. Gerade beim Rangieren eines großen Siebensitzers oder beim Fahren im Gelände können Kameraperspektiven und klar dargestellte Fahrzeugdaten echten Nutzen bringen.

Pajero, Shogun oder Montero: ein Modell mit mehreren Namen

Die Namenslage verdient etwas Einordnung. In vielen Ländern ist Pajero der bekannte Modellname. In Großbritannien wurde das frühere Modell lange als Shogun verkauft, in Nordamerika war Montero geläufig. Die neue Generation bringt diese Historie zurück, doch die exakte Verteilung der Namen hängt vom jeweiligen Markt ab.

Das ist für Käufer nicht nur Markenfolklore. Ein bekannter Name kann Restwerte, Wiedererkennung und Vertrauen beeinflussen. Wer früher einen Pajero, Shogun oder Montero gefahren ist, verbindet damit oft konkrete Eigenschaften: hohe Sitzposition, robuste Allradtechnik, Langstreckentauglichkeit und die Fähigkeit, auch schlechte Wege ernst zu nehmen.

Noch offen ist, welche Märkte den neuen großen Mitsubishi tatsächlich erhalten. Besonders in Europa ist Mitsubishis Präsenz je nach Land unterschiedlich stark. Eine Rückkehr eines großen Geländewagens unter dem Shogun-Namen wäre dort ein starkes Signal, ist aber nicht für alle Märkte gesichert. Deshalb bleibt bei Verfügbarkeit, Motorenpalette, Preisen und Lieferterminen noch Vorsicht angebracht.

Warum die Rückkehr wichtig ist

Die Rückkehr des Pajero fällt in eine interessante Phase des SUV-Marktes. Einerseits dominieren elektrifizierte Crossover, die auf Komfort, Effizienz und digitale Ausstattung setzen. Andererseits gibt es weiterhin eine stabile Nachfrage nach echten Geländewagen, besonders bei Käufern, die auf Robustheit und Einsatzbreite angewiesen sind. Der Erfolg des Land Cruiser zeigt, dass diese Nische weltweit relevant bleibt.

Für Mitsubishi ist der neue Pajero mehr als ein weiteres Modell. Er kann als Imageträger dienen und an eine Zeit erinnern, in der die Marke mit Allradtechnik, Rallye-Erfolgen und langlebigen Geländewagen stark verbunden war. Selbst wenn das Modell nicht in jedem Markt große Stückzahlen erzielt, kann es die Wahrnehmung der Marke schärfen.

Für Besitzer älterer Pajero-Generationen ist die Neuauflage ebenfalls relevant. Viele dieser Fahrzeuge werden lange genutzt, weil es bisher keinen direkten Nachfolger mit vergleichbarer Ausrichtung gab. Ein neuer Pajero könnte für diese Kundengruppe erstmals wieder eine naheliegende Neuwagenoption bieten.

Was noch fehlt

Trotz der Vorstellung bleiben wichtige Details offen. Noch nicht vollständig geklärt sind Motorisierungen, Verbrauchswerte, Anhängelasten, Abmessungen, genaue Marktstarts und Preise. Auch die Frage, ob Hybrid- oder Plug-in-Hybridtechnik angeboten wird, ist für viele Käufer entscheidend. Ohne diese Informationen lässt sich die Alltagstauglichkeit im Vergleich zu Rivalen noch nicht abschließend bewerten.

Klar ist aber bereits: Mitsubishi bringt einen Namen zurück, der in der Geländewagenwelt Gewicht hat. Mit Leiterrahmen, sieben Sitzen, Super Select 4WD-II und einem modernen Digitalcockpit ist der neue Pajero erkennbar als ernsthafter 4x4 ausgelegt. Wenn Preis, Antrieb und Marktverfügbarkeit stimmen, könnte er für Käufer eine der spannendsten Alternativen zum Toyota Land Cruiser werden.