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Jeep plant Europa-Ausbau mit neuem Renegade

Jeep will sein Modellangebot in Europa bis 2030 deutlich ausbauen. Im Zentrum stehen die Rückkehr des Renegade und Pläne für ein sehr kompaktes Modell.

Jeep will sein europäisches Modellprogramm bis 2030 deutlich verbreitern. Xavier Peugeot, Head of Jeep Brand Europe, kündigte auf dem Pariser Autosalon an, dass die Marke künftig bis zu sechs Modelle in Europa anbieten will. Abgedeckt werden sollen die Segmente B-SUV, C-SUV und D-SUV. Die Strategie setzt nicht nur auf Elektroautos, sondern auf mehrere Plattformen und Antriebsarten, darunter auch Verbrenner mit und ohne Hybridtechnik.

Renegade soll vor 2030 zurückkehren

Eine Schlüsselrolle spielt die nächste Generation des Jeep Renegade. Das kompakte SUV soll noch vor 2030 wieder in Europa auf den Markt kommen. Für Jeep ist das Modell dort wichtig: Seit dem Start 2014 wurden in Europa mehr als 610.000 Renegade verkauft. Die Produktion der bisherigen europäischen Version endete 2025; in Südamerika wird weiterhin eine überarbeitete Variante angeboten. Der neue Renegade dürfte nach aktuellem Stand auf der Konzernplattform STLA One basieren, die nach bisherigen Informationen 2027 erstmals genutzt werden soll. Ob der Renegade das erste Modell auf dieser Architektur wird, ist nicht bestätigt.

Avenger, Compass und Recon ergänzen die Palette

Im kleineren B-SUV-Segment bleibt der Avenger ein zentraler Baustein. Seit seiner Markteinführung hat er nahezu 300.000 Käufer gefunden. In Italien ist er derzeit der meistverkaufte SUV, wie bereits 2024 und 2025; über alle Klassen und Antriebsarten hinweg liegt er dort auf Rang zwei der Verkaufsstatistik. Im C-SUV-Segment setzt Jeep auf die neue Generation des Compass, die stärker gegen die führenden Kompakt-SUV in Europa antreten soll. Auch im D-Segment soll die Marke wieder präsenter werden: Nach dem Wegfall von Cherokee, Grand Cherokee und Wrangler ist der 4,5 Meter lange Compass derzeit das größte Jeep-Modell in Europa. Den Anfang im größeren Segment macht der elektrische Jeep Recon. Für 2028 ist ein weiteres Modell angekündigt, ohne dass Jeep es in der aktuellen Planung konkret benennt. Für alle Baureihen ist nach Unternehmensangaben eine Allradversion vorgesehen.

Kleiner Jeep für die Zeit nach 2030

Über 2030 hinaus prüft Jeep außerdem besonders kompakte, elektrifizierte Mobilitätslösungen für Europa. Damit würde die Marke ihre Modellpalette unterhalb des Avenger erweitern. Als Orientierung nennt Jeep die historische Willys-Ikone: Der ursprüngliche Jeep wog rund eine Tonne und war 3,4 Meter lang. Konkrete technische Daten, ein Marktstart oder ein Name für dieses Mini-Modell wurden nicht angekündigt.

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