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Mercedes-AMG GT SUV: Elektro-SUV mit bis zu 1.169 PS

Mercedes-AMG stellt den vollelektrischen GT SUV vor. Das Topmodell GT 63 leistet 860 kW, lädt mit bis zu 710 kW und kommt im Frühjahr 2027.

Mercedes-AMG GT SUV: Elektro-SUV mit bis zu 1.169 PS
Image: Auto-idat

Mercedes-AMG erweitert seine elektrische GT-Baureihe um den GT SUV. Das rund 5,10 Meter lange Modell basiert wie das zuvor vorgestellte GT 4-Türer Coupé auf der AMG.EA-Architektur und ist der erste eigenständig von AMG entwickelte Full-Size-SUV. Zum Start nennt Mercedes-AMG drei Varianten: GT 53, GT 55 und GT 63. Der GT 53 ist ab dem 20. Oktober 2026 in Deutschland bestellbar und kostet ab 113.050 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die stärkeren Versionen folgen im Frühjahr 2027; Preise dafür nennt der Hersteller noch nicht.

Antrieb und Fahrleistungen

  • Der GT 53 nutzt je einen permanenterregten Synchronmotor an Vorder- und Hinterachse. Die Systemleistung beträgt 400 kW (544 PS), das maximale Drehmoment 800 Newtonmeter. Mit Driver’s Package erreicht er 250 km/h und beschleunigt in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Im GT 55 arbeiten drei Axial-Fluss-Motoren mit zusammen 600 kW (816 PS) und bis zu 1.860 Newtonmetern. Mit Driver’s Package liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 270 km/h, der Sprint auf 100 km/h dauert 3,1 Sekunden.
  • Das Topmodell GT 63 kommt ebenfalls mit drei Axial-Fluss-Motoren. Sie leisten zusammen bis zu 860 kW (1.169 PS) und stellen maximal 2.000 Newtonmeter bereit. Für 0 bis 100 km/h nennt Mercedes-AMG 2,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt mit Driver’s Package 270 km/h.

Beim GT 55 und GT 63 sind die beiden hinteren Motoren in einer gemeinsamen High Performance Electric Drive Unit gebündelt. Die vordere Antriebseinheit kombiniert einen Axial-Fluss-Motor mit Stirnradgetriebe, integrierter Parksperre und flüssigkeitsgekühltem Siliziumkarbid-Inverter. Die Dauerleistung liegt bei GT 55 und GT 63 bei 530 kW (721 PS), beim GT 53 bei 270 kW (367 PS). Die maximale Boost-Leistung steht je nach Modell 53, 55 oder 63 Sekunden zur Verfügung. Alle Varianten nutzen AMG Performance 4Matic+; GT 55 und GT 63 erhalten zusätzlich Torque Vectoring an der Hinterachse.

Batterie, Laden und Reichweite

Die Hochvolt-Batterie arbeitet mit 800 Volt und direkt gekühlten Rundzellen, die von einem elektrisch nicht leitenden Öl umströmt werden. Für GT 55 und GT 63 gibt es nutzbare Kapazitäten von 106 kWh oder 128 kWh, der GT 53 erhält ausschließlich die 106-kWh-Batterie. Mit 106 kWh nennt Mercedes-AMG für GT 55 und GT 63 eine WLTP-Reichweite von 525 bis 585 Kilometern, mit 128 kWh 620 bis 700 Kilometer. Der GT 53 kommt auf 597 bis 668 Kilometer. Die DC-Ladeleistung beträgt je nach Batterie bis zu 600 kW oder 710 kW. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll mit der kleineren Batterie elf Minuten und mit der größeren zwölf Minuten dauern. An AC-Ladepunkten sind maximal 11 kW möglich.

Fahrwerk, Aerodynamik und Innenraum

Zum Technikpaket gehören aktive Hinterachslenkung und das vollvariable Allradsystem. Das neu entwickelte Active Ride Control Plus kombiniert Luftfedern mit aktiver Nick- und Wankstabilisierung; im GT 63 ist es serienmäßig, im GT 55 optional. GT 55 und GT 63 haben zudem aktive Aerodynamikelemente: Ein Dachspoiler verändert ab 150 km/h seine Stellung, Lamellen in der Front steuern den Kühlluftstrom. Innen kombiniert der GT SUV eine tiefe Fahrerposition mit stärker komfortorientiertem Fond. Das 14,0-Zoll-Zentraldisplay, das 10,2-Zoll-Kombiinstrument und ein 14-Zoll-Beifahrerdisplay gehören zum Cockpitkonzept. Das Kofferraumvolumen beträgt 607 bis 1.740 Liter, zusätzlich stehen 111 Liter Stauraum unter der Fronthaube bereit. Für eine Verbrenner-Anmutung bietet AMGForce Sport+ simulierten V8- oder Sechszylinder-Klang, künstliche Schaltvorgänge und Sitz-Shaker.

Quellen