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VW ruft E-Modelle wegen Batteriebrandrisiko zurück

Volkswagen bereitet in Deutschland einen Rückruf für mehrere Elektro-Modelle vor. Betroffene Autos erhalten vorerst ein festes Ladelimit von 80 Prozent.

VW ruft E-Modelle wegen Batteriebrandrisiko zurück
Image: Auto-idat

Volkswagen bereitet in Deutschland einen Rückruf für mehrere Elektrobaureihen vor. Hintergrund sind mögliche Produktionsfehler bei einzelnen Batteriezellen eines externen Zulieferers. Diese Zellen können nach Angaben des Herstellers dazu führen, dass sich die Hochvoltbatterie überhitzt; im ungünstigsten Fall besteht bei Vollladung Brandgefahr. Bis eine endgültige technische Abhilfe verfügbar ist, wird bei betroffenen Fahrzeugen per Software der Battery Care Mode dauerhaft aktiviert und die Ladung auf 80 Prozent begrenzt. Die sonst mögliche Übersteuerung dieser Einstellung am Fahrzeugdisplay wird vorübergehend deaktiviert.

Betroffene Modelle und Umfang

Eine vollständige offizielle Modell- und Baujahrliste liegt für Deutschland noch nicht vor. Volkswagen spricht vorrangig von Fahrzeugen aus den Produktionsjahren 2023 und 2024 der ID.-Baureihen. Nach bisher bekannten Informationen dürften der VW ID.3 und der VW ID.4 dazugehören; bei Cupra ist der Born betroffen. Für Skoda-Modelle sieht Volkswagen keinen Handlungsbedarf. Insgesamt geht es in Deutschland voraussichtlich um rund 11.000 Fahrzeuge. Die Rückrufaktion soll über das Kraftfahrt-Bundesamt laufen, sobald betroffene Batteriezellen den Modulen und Fahrzeugen zugeordnet sind und die Halter über die Fahrgestellnummer ermittelt werden können.

In den USA hat Volkswagen bereits einen Rückruf für 22.524 ID.4 der Modelljahre 2023 bis 2026 angekündigt. Auch dort geht es um ein mögliches Problem mit der Hochvoltbatterie und eine erhöhte Brandgefahr; bis zur endgültigen Lösung sollen die Fahrzeuge maximal bis 80 Prozent geladen werden. Ob die US-Fahrzeuge technisch und hinsichtlich der Produktionszeiträume vollständig mit den in Deutschland betroffenen Autos übereinstimmen, ist derzeit nicht geklärt. Die US-Aktion folgt auf einen früheren Rückruf, bei dem Volkswagen weltweit knapp 100.000 Elektroautos wegen möglicher Batterieprobleme zurückgerufen hatte.

Was Halter tun können

  • Betroffene Kunden sollen schriftlich informiert werden. Wer vorher Klarheit möchte, kann bei einem Volkswagen- oder Cupra-Händler anhand der Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob das eigene Auto betroffen ist.
  • Bei einem Teil der Fahrzeuge wird die Hochvoltbatterie zunächst in der Werkstatt geprüft. Ist das Ergebnis unauffällig, sind keine weiteren Maßnahmen nötig. Für Fahrzeuge mit auffälligem Ergebnis beziehungsweise defekten Zellen erarbeitet Volkswagen noch dauerhafte Abhilfen.
  • Das 80-Prozent-Limit kann je nach Fahrzeug auch per Over-the-Air-Update ohne Werkstattbesuch eingerichtet werden. Zusätzlich sollen betroffene Kunden mit dem Anschreiben einen Innenraum-Aufkleber erhalten, der auf die maximale Ladung von 80 Prozent hinweist.

Quellen