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McLaren 750S läuft bis 2027 aus: Letzte Bestellungen für den V8-Supersportwagen

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McLaren bereitet das Produktionsende des 750S vor. Der Supersportwagen mit Biturbo-V8 bleibt noch bis 2027 bestellbar, bevor eine neue V8-Generation übernimmt.

McLaren 750S Coupé in Orange auf einer kurvigen Landstraße, aufgenommen schräg von vorn
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McLaren 750S geht in die Schlussphase

McLaren bereitet das Ende des 750S vor. Der britische Supersportwagen soll nur noch bis 2027 produziert werden, während die letzten Bestellmöglichkeiten anlaufen. Ein exakt datierter letzter Bautag wurde nicht genannt; die aktuelle Informationslage lässt offen, ob die Produktion zu Beginn, im Verlauf oder erst gegen Ende des Jahres 2027 ausläuft. Klar ist jedoch: Wer einen neuen 750S ab Werk konfigurieren will, nähert sich dem Ende des Zeitfensters.

Damit beginnt für McLarens aktuelles Kernmodell mit V8-Mittelmotor die Abschiedsphase. Der 750S wurde 2023 als weitreichend überarbeiteter Nachfolger des 720S eingeführt und steht in der Modellhierarchie als besonders fahraktiver Serien-Supersportwagen unterhalb der streng limitierten Ultimate-Series-Fahrzeuge. In Coupé- und Spider-Form kombiniert er einen 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit Hinterradantrieb, einer leichten Carbonstruktur und sehr konsequentem Aerodynamik- und Fahrwerksfokus.

Warum das für Käufer relevant ist

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Für Interessenten ist die Nachricht vor allem eine Planungsfrage. Supersportwagen dieser Klasse werden selten einfach aus dem Lager gekauft. Viele Kunden wählen Lack, Innenraum, Carbon-Optionen, Räder, Sonderfarben und personalisierte Details lange im Voraus. Wenn die letzten Produktionsplätze vergeben sind, endet diese Möglichkeit. Danach bleibt nur der Gebrauchtmarkt, auf dem Ausstattung, Laufleistung und Zustand den Preis deutlich stärker bestimmen.

Das muss nicht automatisch bedeuten, dass jeder 750S sofort im Wert steigt. Der Markt für teure Performance-Fahrzeuge reagiert auf Zinsen, Verfügbarkeit, Spekulation, regionale Nachfrage und den Zustand einzelner Fahrzeuge. Dennoch verändert ein angekündigtes Produktionsende die Dynamik: Händler, Sammler und Bestandskunden wissen, dass keine unbegrenzte Nachlieferung mehr kommt. Besonders gefragte Farbkombinationen, sehr niedrige Laufleistungen oder seltene MSO-Spezifikationen könnten dadurch stärker in den Fokus rücken.

Für Käufer, die den 750S wirklich fahren wollen, ist das ebenfalls wichtig. Gegen Ende eines Modellzyklus sind Fahrzeuge oft ausgereift, viele Kinderkrankheiten früherer Versionen sind adressiert, und die technische Spezifikation ist bekannt. Gleichzeitig sinkt die Auswahl, wenn Produktionsslots bereits vergeben sind. Wer auf ein bestimmtes Coupé oder einen Spider mit individueller Ausstattung zielt, muss daher früher entscheiden als jemand, der flexibel bei Farbe und Optionen ist.

Ein später Höhepunkt der 720S-Linie

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Der 750S ist mehr als ein kurzer Zwischenstopp im Programm. Er baut auf der Architektur des 720S auf, der 2017 die Messlatte für McLarens Super Series deutlich anhob. Zusammengenommen steht diese Modellfamilie für nahezu ein Jahrzehnt moderner V8-Supersportwagen aus Woking: Carbon-Monocoque, geringes Gewicht, starke Turboaufladung, hydraulisch vernetztes Fahrwerk und eine sehr fahrerorientierte Abstimmung.

Beim 750S steigerte McLaren die Leistung gegenüber dem 720S und schärfte zahlreiche Details. Der 4,0-Liter-V8 leistet rund 750 PS nach europäischer Zählweise und 800 Nm Drehmoment. Die Beschleunigungswerte liegen im Bereich weniger Sekunden: 0 auf 100 km/h in etwa 2,8 Sekunden, 0 auf 200 km/h in rund 7,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 332 km/h. Solche Zahlen sind im Supersportwagen-Segment inzwischen nicht mehr allein entscheidend, zeigen aber, wie hoch das Leistungsniveau der aktuellen Generation bleibt.

Mindestens ebenso wichtig ist das Gewicht. McLaren hat beim 750S konsequent an Bauteilen, Sitzen, Rädern und Abgasanlage gearbeitet, um das Auto leichter und direkter zu machen. Genau das unterscheidet ihn von manchen schwereren Hochleistungsfahrzeugen, die zunehmend auf Hybridtechnik, Allradantrieb und große Batterien setzen. Der 750S bleibt ein klassischer, heckgetriebener Mittelmotor-Sportwagen mit starkem Fokus auf Rückmeldung und Fahrgefühl.

Was nach dem 750S kommt

Das Produktionsende bedeutet nicht, dass McLaren den V8 aufgibt. Eine neue Generation von V8-Supersportwagen ist in Vorbereitung. Details zu Plattform, Leistung, Elektrifizierung, Marktstart und Modellnamen sind noch nicht vollständig öffentlich festgelegt. Angesichts der Emissionsvorschriften, des Wettbewerbsumfelds und der bisherigen Strategie liegt es nahe, dass Effizienz und Elektronik eine größere Rolle spielen werden. Ob das nächste direkte Nachfolgemodell als Hybrid kommt oder in welcher Form der Verbrenner unterstützt wird, bleibt aber offen, solange McLaren keine vollständigen technischen Daten bestätigt.

Für die Branche ist dieser Übergang bedeutsam. Supersportwagenhersteller stehen vor einer schwierigen Balance: Kunden erwarten emotionale Motoren, geringes Gewicht, präzises Handling und Exklusivität. Gesetzgeber verlangen niedrigere Emissionen und strengere Flottenwerte. Gleichzeitig haben elektrische Antriebe bei Beschleunigung und Traktionskontrolle neue Maßstäbe gesetzt. Ein neuer V8-McLaren muss deshalb nicht nur schneller sein, sondern auch zeigen, wie ein puristisches Fahrgefühl in einer stärker elektrifizierten Ära erhalten bleiben kann.

Auswirkungen auf Besitzer und den Markt

Besitzer eines 750S müssen durch das Produktionsende nicht mit einem abrupten Bruch rechnen. Hersteller halten üblicherweise Service, Ersatzteile und technische Unterstützung über den Produktionszeitraum hinaus vor, besonders bei teuren Spezialfahrzeugen mit globaler Kundschaft. Trotzdem kann ein auslaufendes Modell den Blick auf Wartungshistorie, Originalzustand und dokumentierte Pflege schärfen. Fahrzeuge mit vollständigen Serviceunterlagen und nachvollziehbarer Nutzung dürften auf dem Sekundärmarkt leichter zu positionieren sein.

Für Enthusiasten markiert das Auslaufen des 750S außerdem einen emotionalen Einschnitt. Der Wagen gehört zu den letzten McLaren-Serienmodellen, die das Konzept eines relativ leichten, nicht allradgetriebenen V8-Supersportwagens in sehr reiner Form umsetzen. Auch wenn die nächste Generation technisch leistungsfähiger werden dürfte, wird sie in einem anderen regulatorischen und technologischen Umfeld entstehen. Der 750S steht damit am Ende einer Linie, die vom 720S geprägt wurde und McLarens Ruf für extrem schnelle, aber vergleichsweise leichte Straßenautos gefestigt hat.

Ein Abschied mit Vorlauf

Das Produktionsende bis 2027 ist kein plötzlicher Rückzug, sondern ein geplanter Modellwechsel. Genau das ist für Kunden hilfreich: Wer bestellen will, bekommt noch eine Chance. Wer bereits besitzt, kann den Markt beobachten, ohne dass sofort ein Nachfolger alle Karten neu mischt. Und wer auf die nächste Generation wartet, erhält ein klares Signal, dass McLaren seine V8-Supersportwagen weiterentwickelt.

Der 750S bleibt bis dahin eines der zentralen Modelle im McLaren-Programm. Seine letzte Phase dürfte zeigen, wie groß die Nachfrage nach einem besonders leichten, fahrerorientierten V8-Supersportwagen noch ist, bevor die nächste technische Epoche beginnt.